Liebe geht durch den Magen...
...ist nicht nur seit Jahrhunderten eine alte Binsenweisheit, sondern Kochen macht obendrein auch noch Spaß. Sowohl für Männer als auch für Frauen ist es eines der schönsten Hobbys. Die gezielte Auswahl an Zutaten beeinflusst Geruch und Geschmack und lässt Raum für Phantasie und Kreativität. Darüber hinaus kann das Schnitzen von Früchten oder Obst jeder Tafel oder jedem Büfett eine besondere, dekorative Note geben, denn, auch das wissen wir seit langem: das Auge isst auch mit!
In Europa – und was dann?
Wie Thailänder(-innen) auch im Ausland erfolgreich sein können
Nok, eine hübsche 32-jährige Frau aus dem Isaan, hat schwer dafür gearbeitet. Monatelang hat sie Deutsch gebüffelt, um sich auf ihr neues Leben in Deutschland vorzubereiten. Den sogar etwas schwierigen A1-Test (Start Deutsch 1) hat sie in Bangkok beim Goethe-Institut bestanden, nachdem sie dafür drei Monate bei der Easy ABC Sprachschule in Pattaya fleißig Deutsch gelernt hatte. Das Deutschlandvisum für die Heirat hat sie danach ohne Schwierigkeiten bekommen, und nun lebt sie schon seit fast zwei Jahren in Deutschland. Eigentlich sollte man annehmen, dass Nok nun allen Grund hat, glücklich zu sein. Mit ihrem Ehemann Manfred wohnt sie in einer kleinen Mietwohnung in einer Kleinstadt in der Nähe von Düsseldorf. Andere Thais gibt es dort nur vereinzelt, zu denen sie aber wenig Kontakt hat. Man trifft sich gelegentlich mal im Asia-Shop beim Einkaufen.
Die thailändische Küche...
Da Noks Deutschkenntnisse noch recht spärlich sind, fällt es ihr auch nicht so leicht, soziale Kontakte zu anderen Deutschen aufzubauen. Die Kommunikation mit ihren Schwiegereltern, sowie Freunden und Bekannten von Manfred, beschränkt sich auf ein Minimum. Nok ist einsam! Ihr fehlen Freunde und eine Aufgabe, die sie auslastet. So hat sie sich das Leben in der modernen Welt nun auch nicht vorgestellt. Diese Unzufriedenheit wirkt sich natürlich auch sehr negativ auf ihre Partnerschaft zu Manfred aus. Obwohl sie vor ihrer Heirat schon einmal in Deutschland zu Besuch war, ist jetzt trotzdem alles ganz anders als damals. Es gibt oft Streit wegen nichts. Manfred ist den ganzen Tag auf der Arbeit, und wenn er abends heimkommt, ist er müde. Mit dem kleinen Zweipersonen-Haushalt und der damit verbundenen Hausarbeit ist Nok natürlich auch nicht ausgelastet. Sie geht zwar noch zweimal wöchentlich zur Sprachschule, aber das anschließende Lernen zuhause macht alleine auch keinen Spaß, und Manfred hat abends auch keine Nerven mehr, mit ihr Hausaufgaben zu pauken. Wenn sie doch nur etwas Sinnvolles tun könnte. Etwas, das Spaß macht und außerdem noch ein bisschen Geld einbringt. Sie hat es schon lange aufgegeben, Manfred immer um Geld zu fragen, da sie inzwischen weiß, dass ihr Mann nur ein begrenztes Einkommen hat, auf jeden Fall nicht ausreichend, um Noks Familie im Isaan unterstützen zu können. Ab und zu geht Nok deshalb privat putzen, um sich ein paar zusätzliche Euro zu verdienen. Dieses Geld schickt sie dann nach Thailand zur Familie, so wie es in Thaifamilien nunmal üblich ist, auch wenn sich viele Farangs damit nicht anfreunden können. Ein paar andere Thais, die sie kennt, arbeiten tagsüber in einem Apartmenthaus (Bordell) als Gelegenheitsprostituierte. Deren Männer wissen natürlich nichts davon, weil diese tagsüber ja auch berufstätig sind.
... verführt den Gaumen...
Auch Nok hatte man schon angeboten, dort dann und wann mal „auszuhelfen“, und sie hatte auch schon ernsthaft darüber nachgedacht, denn schließlich kennt sie dieses Milieu ja bereits aus der Zeit, bevor sie mit Manfred zusammen war. Nachdem sie jedoch ihrem Mann von diesem “unmoralischen” Angebot erzählt hatte, gab es erst einmal einen Riesenkrach zuhause. Manfred kann und will natürlich nicht verstehen, dass es sich bei dem Job im Bordell ja schließlich nicht um Spaß, sondern nur um “Arbeit” handeln würde. Er empfahl Nok, sich lieber eine anständige Tätigkeit zu suchen, was aber leichter gesagt als getan war, denn mit ihren nur acht Schuljahren fehlte ihr natürlich die entsprechende Qualifikation. In einem naheliegenden Asia-Restaurant hatte sie sich schon um einen Job bemüht, aber um dort eine wirklich qualifizierte Tätigkeit ausüben zu können, waren ihre Kenntnisse doch noch zu unzureichend. Wenn sie dort als Köchin arbeiten wollte, müsste sie entweder gut (professionell) kochen, oder gut Deutsch sprechen können, um als Kellnerin tätig zu sein. Manfred wusste zwar von Noks Unzufriedenheit, aber, trotz allen Überlegens, fiel auch ihm nichts Besseres zur Problemlösung ein.
Einige Monate später, in seinem letzten Thailandurlaub, lernte Manfred am Jomtien-Strand einen Landsmann (Jürgen) kennen, der ihn auf eine Idee brachte. Ihm und seiner Frau erging es vorher ähnlich wie Manfred und Nok. Auch in seiner Beziehung zu Däng kriselte es. Um Däng eine gute berufliche Basis in Deutschland zu ermöglichen, ließ Jürgen seine Frau an einem professionellen 90 Stunden Kochkurs, sowie an einem Lebensmittel-Schnitzkurs teilnehmen. Da Däng sowieso nicht daran interessiert war – wie etwa Jürgen – den ganzen Tag am Strand zu liegen, nutzte sie die Zeit zur Weiterbildung. In drei bis vier Stunden pro Tag lernte sie Thaikochen und in einer weiteren Stunde das kunstvolle Schnitzen von Obst und Gemüse.
Nachdem Manfred nun von Jürgen diesen Tipp bekommen hatte, ging er in Pattaya zur Easy ABC Sprach- und Kochschule, die er noch aus der Zeit kannte, als Nok dort die deutsche Sprache erlernte. Dort erkundigte er sich nach entsprechenden Kochkursen für seine Frau. Wichtig für ihn war es jedoch, zu wissen, welche internationale Anerkennung die Teilnahme an einem Koch- und Lebensmittelschnitzkurs bei Easy ABC hat. Also beschloss er, sich dort sachkundig zu machen. Vor Ort wurde ihm mitgeteilt, dass nach Beendigung des Profi-Kurses eine Abschlussprüfung stattfände. Diese könne u.a. beim Arbeitsamt in Bangkok erfolgen, wobei die Lehrerin die Schüler auf deren Wunsch auch zur Prüfung begleite. Der Vorteil solch einer Abschlussprüfung bestünde darin, dass das ausgestellte Zertifikat international anerkannt werde und sehr hilfreich sei bei der Arbeitssuche in einem Restaurant.
...mit einzigartigen Aromen...
Wer solch ein staatlich anerkanntes Koch-Zertifikat erworben habe und außerdem noch über ausreichende Berufserfahrung verfüge, habe sogar die Möglichkeit, bei einer Botschaft (z.B. Deutschland, Österreich, Schweiz), ein Arbeitsvisum zu beantragen.
Nok wurde also zum Thaikochen und zu einem Lebensmittelschnitzkurs angemeldet, und sie hatte tatsächlich einen Riesenspaß dabei, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis, den richtigen Umgang mit Lebensmitteln und deren Zubereitung zu erlernen. Außerdem erfuhr Sie Wichtiges über Sauberkeit in der Küche, gesetzliche Hygienevorschriften, Lebensmittelhaltung und Haltbarkeit, worauf man beim Einkaufen achten muss, woran man die Frische erkennt usw. Das Lebensmittelschnitzen zu erlernen ist besonders sinnvoll, wenn man sich auf das kunstvolle Garnieren von Buffets spezialisieren möchte, wie man es heutzutage in allen erstklassigen Restaurants sieht. Mit einigen wunderschön geschnitzten Früchten oder Gemüsesorten dekoriert, sieht jedes Gericht oder Dessert noch viel schöner, optisch ansprechender und appetitlicher aus.
Vorkenntnisse zur Teilnahme an den Kursen sind übrigens nicht erforderlich. Erwartet wird lediglich die Freude am Kochen sowie ein guter Appetit, da die Schüler ihr zubereitetes Essen auch selbst verzehren.
Nok war eine fleißige Schülerin. Sie nutzte den Thailandurlaub zur Weiterbildung. Wie glücklich war sie schließlich vor allem auch über ihren Erfolg, nachdem sie auch die Abschlussprüfung bestanden hatte! Nun war sie eine ausgebildete Spezialitätenköchin, das kann schließlich nicht jeder Thaikoch von sich behaupten. Die meisten sind nur angelernte Hilfskräfte.
Nach Urlaubsende sind Nok und Manfred dann wieder in die Heimat zurückgeflogen. Sogleich hat sie sich bei einigen umliegenden Asia-Restaurants beworben. Mit ihrem neu erworbenen Wissen und den Zertifikaten in der Tasche gelang es ihr relativ schnell, einen gut bezahlten Job als Thaispezialitäten-Köchin zu bekommen. Sie braucht nun nicht mehr irgendeinen schlecht bezahlten Putzjob anzunehmen oder gar einen Gedanken daran zu verschwenden, eventuell in einem Bordell zu arbeiten.
...und blumigen Düften.
Manfred ist sehr stolz auf seine Nok. Seitdem sie die neue und erfüllende Arbeitsstelle hat, funktioniert es auch in der Beziehung wieder besser. Aus der Leere und Unzufriedenheit ist inzwischen ein ausgefülltes Leben geworden.
Nok hat nun einen geregelten Tagesablauf. Fünf Tage pro Woche geht sie im Restaurant arbeiten, macht ihren Haushalt und lernt außerdem noch Deutsch. Endlich ist sie finanziell von Manfred unabhängig, hat ihr eigenes Einkommen, über das sie eigenständig verfügen kann, und wovon sie einen Teil nach Hause in den Isaan schickt. Einen Teil verwendet sie für sich selbst, und sie kann sogar noch etwas auf die hohe Kante legen. Manfred gefällt das natürlich auch sehr gut. Außerdem bekommt er nun zuhause leckere Frühlingsrollen gebacken, eine schmackhafte Tom-Kah Gai zubereitet oder einen knusprigen Fisch (süß-sauer) gebraten. Und nach einem köstlichen Bananen-Dessert in Kokosnussmilch leckt er sich alle zehn Finger. All das sind seine Lieblingsspeisen, auf die er nun nicht mehr bis zu seinem nächsten Thailandurlaub zu warten braucht, sondern auf Wunsch auch zuhause bekommt. Nok hat einiges davon zwar schon vor ihrem Kochkurs gekocht, jedoch schmeckt es Manfred nun viel besser, seitdem seine Frau die Zubereitung fachmännisch gelernt hat.
Wenn man Nok heute nach ihren Zukunftsplänen fragt, verrät sie, dass sie beabsichtigt, vorerst einige Zeit als Angestellte im Restaurant zu arbeiten, bis sie ausreichend Erfahrung und Kapital hat, vielleicht ihren eigenen kleinen Thai-Imbiss zu eröffnen.
Die Kosten des Kochkurses waren damit keine sinnlose Geldausgabe, sondern in jeder Hinsicht eine sinnvolle Investition in die Zukunft.
Grund-Kochkurse für jedermann gibt es bei der Easy ABC Kochschule schon ab 1.990 Baht (3-4 Stundenkurs). Der nächste Gruppenkurs findet am 5. November 2011 statt. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Ein 90 Stunden Profi-Kochkurs kostet 29.500 Baht und kann jederzeit beginnen. Informationen auch zu Sprach- Computer- oder ED-Visa- Kursen finden Sie auf Seite 6 oder telefonisch unter: 038-25 19 52 bzw. im Internet unter: www.easy-abc-th.com.
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